Analytics, Power Management, Digital Signage

Intel Capital pumpt 62 Millionen Dollar in Start-ups

06.11.2014 von Simon Hülsbömer
Vielversprechende Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus den USA, China, Taiwan, Kanada und Israel: Der Venture-Capital-Bereich des weltgrößten Chipproduzenten unterstützt 17 neue Start-ups. Wir stellen sie vor.

Audyssey, PilotTV, Gigya oder Ossia: Überall auf der Welt werkeln junge Enterpreneure und erfahrene IT-Macher, die einmal wieder Lust auf einen Neuanfang haben, an vielversprechenden neuen Projekten. Seien es die effizientere Ausnutzung von Ressourcen im Data Center, das Auswerten und Bereitstellen von Umgebungsdaten mittels Predictive-Analytics-Technik oder die drahtlose Stromzufuhr für mobile Geräte - Intel Capital hat sich 17 Start-ups ausgeguckt, denen das Unternehmen ingesamt 62 Millionen Dollar zukommen lässt. Das Investment in das chinesische Mobile-Unternehmen Thundersoft erfolgt dabei noch vorbehaltlich letzter Vetragsdetails.

Arvind Sodhani, Präsident von Intel Capital kündigte auf der jährlichen "Intel Capital Global Summit" im kalifornischen Huntington Beach an, in diesem Jahr ingesamt 335 Millionen Dollar in Start-ups zu investieren - im vergangenen waren es 333 Millionen gewesen. "Intel Capital investiert in Technologien, die von Wearables und das Internet of Things bis hin zu Big Data Analytics reichen - und in alles dazwischen, seien es Smart Devices, PCs, die Cloud oder Data Center", sagte Sodhani. Man woll innovative Unternehmungen im Technologie-Ökosystem frühzeitig unterstützen.

Der jüngste unterstützte Start-up-Gründer ist gerade einmal 13 Jahre alt: Shubham Banerjee hat mit seiner Firma BraigoLabs einen Brailledrucker aus Legosteinen entwickelt, der die Kosten für solche Geräte um ein Vielfaches senken kann. Eine weitere bedachte Enterpreneurin ist die 25-jährige Sundari Mitra, die trotz ihres jungen Alters bereits ein alter Hase im Halbleitergeschäft ist und mit der System-on-Chip-Firma NetSpeed Systems bereits ihre zweite Gründung in Angriff genommen hat.

Wenn Sie die spannenden von Intel unterstützten Projekte kennenlernen möchten, klicken Sie sich durch unsere Bilderstrecke:

Intel Capital investiert in Start-ups
Avegant
Avegant aus dem kalifornischen Redwood entwickelt Wearable Devices und bringt den "Glyph" auf den Markt, eine Kopfhörer-Datenbrille-Kombination. In einer Kickstarter-Kampagne konnte diese Projekt bereits mehr als eine Million Dollar einsammeln.
Andapt
Das Start-up aus Santa Clara entwickelt Power-Management-Systeme für analoge Produkte. Wer daheim, in der Firma oder unterwegs Strom und Kosten sparen möchte, ist hier an der richtigen Adresse.
Audyssey
Audyssey aus Los Angeles forscht an Möglichkeiten, die Soundqualität von Geräten oder in akustischen Umgebungen zu verbessern. Die Ergebnisse finden sich in Mobiltelefonen und Apps, TVs, Autos, PCs und Heimkinosystemen führender Hersteller wieder.
BraigoLabs
Der 13-jährige Schüler und Enterpreneur Shubham Banerjee hat Braigo Labs in Palo Alto gegründet. Er vertreibt unter anderem Braigo v1.0, einen aus Legosteinen gebauten Brailledrucker, der pro Grät nur rund 350 Dollar statt der üblichen 2000 kostet.
Eyefluence
Das Start-up aus Reno, Nevada, entwickelt Geräte, die sich mit den Augen steuern lassen. Das patentierte iUi-Interaktionsmodell lässt sich in jede Art Augmented- oder Virtual-Reality-Anwendung integrieren, beispielsweise in Datenbrillen.
Gigya
Das Unternehmen aus San Francisco bietet eine cloud-basierte Identitäts-Management-Plattform an, mit der bisher unbekannte Web- und Mobile-Nutzern in bekannte umgewandelt werden können.
Incoming Media
Das in Santa Clara und im australischen Sydney ansässige Unternehmen bietet eine Mobile Video Platform an, die mittels Predictive Data Analytics immer weiter dazulernt, wie ein Zuschauer Videos auf seinem Mobilgerät konsumiert und die Inhalte entsprechend ausliefert.
Inrix
Inrix, Firmensitz in Kirkland im US-Bundesstaat Washington, sagt mithilfe von Big Data Analytics Verkehrsprobleme und Staus auf Autostraßen voraus. Kunden sind in erster Linie Autohersteller, Mietwagenfirmen und Medienhäuser.
NetSpeed Systems
Eine Entwicklungsplattform für System-on-Chip (SoC) und On-Chip-Netzwerklösungen aus Mountain View: Dank NetSpeed Systems lassen sich neue SoC-Designs erstellen, die wesentlich kleiner und effizienter arbeiten als herkömmliche Produkte.
Ossia
Ossia aus Redmond stellt smarte Antennen-Technik her. Es geht dabei um die drahtlose Stromzufuhr über kurze Entfernungen von bis zu neun Metern auf mehrere Geräte gleichzeitig, selbst wenn sich diese bewegen und der Übertragungsweg von Hindernissen überlagert wird.
Prelert
Das in Framingham ansässige Start-up setzt selbstlernende Predictive Analytics ein, um Verhaltensmuster individueller Nutzer, Geräte und Ressourcen nachvollziehen zu können.
Pilot TV
Der Digital Signage Network Operator entwickelt und betreibt Signage-Systeme im Retail-Bereich. Das Start-up aus Taiwan unterhält bereits mehr als 6000 Bildschirme in Supermärkten, Fast-Food-Ketten, Apotheken und Bahnhöfen.
Precision Hawk
Das Start-up aus Raleigh nutzt ein kleines, unbemanntes Flugzeug samt cloud-basierter Steuerungssoftware, um Umgebungsdaten zu sammeln und zu analysieren.
Reno Sub-Systems
Das kanadische Unternehmen entwickelt Sub-Systeme, mit denen sich Prozesssysteme von Drittherstellern steuern lassen. Ein Beispiel ist die besser Steuerung von Unterdruckkammern, die zur Herstellung neuer Chips und Prozessoren benötigt werden.
Screenovate
Das israelische Start-up bietet mobiles, drahtloses Beaming via App. Besonders geeignet für Schule, Uni, Entertainment und Präsentationen im Unternehmen.
Stratoscale
Dieses Start-up kommt ebenfalls aus Israel und möchte das Data Center der nächsten Generation aufbauen. Dafür entwickelt das Unternehmen eine Software-Infrastruktur für skalierbares Computing, um Rechen- und Speicherkapazitäten über das gesamte Data Center hinweg zu harmonisieren.
Thundersoft
Das aus China und Taiwan kommende Unternehmen hat einen Technologie für mobile Betriebssysteme, vor allem im Android-Umfeld, entwickelt, die Geräte- und Diensteanbietern bei der schnelleren Produktentwicklung unterstützt. Dieses Investment von Intel Capital erfolgt noch vorbehaltlich letzter Vertragsdetails und ist noch nicht endgültig bestätigt.