Test

Die besten VPN-Dienste im Vergleich

29.07.2023
Von Christoph Hoffmann und


Jim ist Redakteur bei unserer UK-Schwesterpublikation Tech Advisor und beschäftigt sich bereist seit mehr als 20 Jahren mit vielen Themen rund um Technologie. Darüber hinaus ist Jim auch ein passionierter Petrolhead und Bier-Connoisseur.

Privado VPN: Zuverlässiger schweizer Datenschutz

Pro

  • bis zu 10 gleichzeitige Verbindungen

  • hohe Geschwindigkeiten

  • entsperrt alle wichtigen Streaming-Dienste

  • Bedrohungsschutz und Werbeblocker

  • strenger Datenschutz

Kontra

  • App nur in englischer Sprache

  • keine MultiHop-Verbindungen

  • wenig Konfigurationsmöglichkeiten

  • keine Browser-Erweiterungen

Privado VPN ist erst seit knapp vier Jahren aktiv. Entsprechend klein aber fein ist das Server-Netzwerk mit mehr als 60 Standorten in 45 Ländern. Bei den Bandbreitentests liegt Privado VPN mit den Servern in Deutschland und den USA ganz weit vorne. Gut funktioniert das Entsperren von Streaming-Diensten in den USA und umgekehrt in Deutschland aus dem Ausland.

Der Client bringt die wichtigste Ausstattung wie Protokollauswahl, KillSwitch und Split-Tunneling mit. Double VPN beziehungsweise Multi-Hop gibt es nicht. Privado VPN blockt bei aktiver VPN-Verbindung unter anderem Werbung, Tracker und Malware - auch wenn es keine spezielle Funktion dafür gibt. Wir haben es nicht im Detail getestet, aber auch ohne Ad-Blocker konnten wir werbefrei surfen.

Der Hauptsitz der Privado Networks AG ist im schweizerischen Zug. Dementsprechend gelten strenge Datenschutzgesetze und eine strikte No-Log-Policy.

Sie brauchen nur gelegentlich einen VPN? Mit dem Gratis-VPN von Privado erhalten Sie alle 30 Tage ein Datenvolumen von 10 GB und können VPN-Server in zwölf Städten nutzen - bei einer Verbindung.

Wir haben Privado VPN getestet

Hier geht es zu Privado VPN

Hidden24: Für die ultimative Privatsphäre

Pro

  • eigene & eigen-verwaltete Hardware

  • entsperrt Netflix

  • bestes VPN für den Datenschutz

Kontra

  • keine Apps

  • nicht die benutzerfreundlichste Lösung

  • nur eine Verbindung gleichzeitig möglich

Hidden24 wurde mit dem Ziel entwickelt, eine ultimative Privatsphäre für seine Nutzer zu bieten. Daher gibt es einen völlig anderen Ansatz als bei den anderen Diensten. Es gibt keine Apps zum Herunterladen: Hidden24 nutzt eine geräteeigene VPN-Funktion. Das bedeutet, dass es sowohl auf Android, Mac, iPhone oder Linux als auch auf Windows funktioniert. Nachteil: Sie können die Server nicht so einfach wechseln und es gibt keinen Kill Switch, es sei denn das Betriebssystem hat einen eigenen.

Hidden24 besitzt und betreibt seine gesamte Hardware und bietet derzeit sieben Standorte zur Auswahl an: Großbritannien, USA, Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und Schweden. Auf diesen Servern läuft ein Pure VPN im Einzeltesteigener Code, also keine Open-Source-Software auf Linux, wie bei den meisten gemieteten VPN-Servern in der Cloud. Nicht einmal die Mitarbeiter von Hidden24 können auf die Server zugreifen. Im Gegensatz zu anderen VPN-Diensten protokolliert Hidden24 buchstäblich nichts. Trotz der Datenschutz-Funktion hebt Hidden24 zuverlässig die Blockierung von Netflix, iPlayer und anderen Streaming-Diensten in den sieben Ländern auf, die es unterstützt.

Dieser alternative Ansatz für VPN ist sicherlich nicht für jeden geeignet. Aber es ist eine gute Wahl, wenn Sie die beste Privatsphäre wollen und dafür gerne auf Komfort verzichten. Das VPN ist auch günstiger als die Konkurrenz, wenn Sie es nur für einen Monat abonnieren. Wenn Sie ein längeres Abonnement bevorzugen, können Sie das akuelle Angebot für einen Zwei-Jahres-Plan nutzen.

Hier geht es zu den Angeboten von Hidden24

PureVPN: Deckt die meisten Länder ab

Pro

  • geprüfte No-Logs-Politik

  • gute Entsperrung von Diensten

Kontra

  • WireGuard-Protokoll nur in der Windows-Anwendung (zum Testzeitpunkt)

Eine gute Wahl für Streaming und das nicht nur dank einer riesigen Auswahl an Ländern. Als wir den VPN kürzlich überprüft haben, war er problemlos in der Lage, Netflix, iPlayer und andere Dienste zu entsperren. PureVPN hat kürzlich von seinem früheren Gerichtsstand Hongkong zu den Britischen Jungferninseln gewechselt, was viel datenschutzfreundlicher ist. PureVPN kann auch dafür gelobt werden, dass es seine No-Logs-Richtlinie einem "Snap-Audit" unterzogen hat (ein außerplanmäßiges Audit, auf das sich das Unternehmen nicht vorbereiten konnte). Als dies kürzlich geschah, konnte KPMG PureVPN erneut als echtes No-Log-VPN zertifizieren.

Eine weitere aktuelle Verbesserung ist die Entfernung fast aller virtuellen Server und die Angabe von 98,7 Prozent physischer Serverstandorte (das sind insgesamt 67 Server, die noch virtuell bleiben) sowie die Aufrüstung der britischen und US-amerikanischen Server auf Verbindungsgeschwindigkeiten von 20 Gbit/s. Es gibt einen guten 24/7-Live-Chat, der bei der Lösung von Problemen hilft.

Pure VPN im Einzeltest

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